Herren steigen durch Remis in Wertingen ab

Bitter: Wittislingens Handballer fehlt ein einziges Tor zum Klassenerhalt

Das letzte Spiel war für Wittislingens Männer am Samstagabend im Hexenkessel in Wertingen ein Spiegelbild der gesamten Saison: nach einem größtenteils guten Spiel flatterten am Ende die Nerven, es fehlte die nötige Cleverness sowie ein einziges Törchen, so dass man mit diesem 29:29 Unentschieden nach nur einem Jahr in der Bezirksliga wieder absteigt.
Alles auf null, nur dieses eine Spiel zählt: der TSVW wusste, dass nur ein Sieg in Wertingen den Abstieg noch verhindern würde. Entsprechend konzentriert und motiviert gingen die Egautaler in dieses Auswärtsspiel. Erneut wurden sie von zahlreichen Fans lautstark unterstützt, die teilweise mit einem extra eingesetzten Fanbus gekommen waren. Die Rückkehr des zuvor verletzten Markus Selzle gab zusätzliche Sicherheit in dieser engen Partie. Etliche starke Paraden von Keeper Johannes Daumann, sehenswerte Abschlüsse von Linksaußen Rene Jeratsch und die Sicherheit von Andy Schreitt an der Siebenmeterlinie sorgten dafür, dass sich die Gäste unter dem frenetischen Jubel ihrer Fans ab Mitte der ersten Hälfte kontinuierlich absetzten. So stand zur Halbzeit ein Vier-Tore-Vorsprung zu Buche.
Wertingen kam entschlossener aus der Kabine und verkürzte recht schnell. Obwohl Markus Selzle nun permanent in Manndeckung genommen wurde, hielt der TSVW gut dagegen. Es entwickelte sich ein enges Spiel in einer zunehmend giftiger werdenden Atmosphäre, in dem Wittislingen dennoch lange einen knappen Vorsprung halten konnte. Ab der 45. Minute setzte die sehr offensive Abwehr der Gastgeber dem TSVW zusehends zu, so dass die Gäste immer hektischer und unstrukturierter agierten. Dennoch behielt man noch das entscheidende eine Tor Vorsprung. In der 56. Minute glich Wertingen durch sein sehr aggressives Spiel aus und blieb weiter am Drücker. Auch eine Auszeit von Coach Werner bewirkte dann nichts Entscheidendes mehr: die Wittislinger agierten in der Schlussphase zu mut- und ideenlos, um den alles entscheidenden Siegtreffer zu erzielen. So konnte man zwar mit einem Siebenmeter in der Schlusssekunde noch den Ausgleich herstellen, aber eben nicht mehr.
Dieser Abstieg ist umso unnötiger, weil dieses eine entscheidende Tor Vorsprung z.B. bei einem, Mitte der zweiten Halbzeit vergebenen Siebenmeter für die Wittislinger eben absolut „drin“ war. Entsprechend blickte man nach dem Abpfiff in größtenteils versteinerte, leere Gesichter unter den Spielern, die selbst nicht fassten, dass sie diesen Vorsprung so fahrlässig noch hergegeben hatten. (MK)

Spielfilm: 4:4, 8:10, 12:16 (HZ); 17:20, 24:25, 29:29

TSVW: Huber D. (1/1), Daumann J. (TW); Jeratsch R. (3), Knecht J. (1), Kronenwett S. (4/1), Loibl D. (3), Renzer S., Schreitt A. (4/3), Schuster M. (3), Selzle M. (4), Wenger P. (4), Wengert M. (2).

 

Endspiel um den Klassenerhalt


Herren: Endspiel um den Klassenerhalt
Durch den sehr überraschenden aber nicht unverdienten Sieg gegen den BOL-Aufsteiger aus Mering, haben die Wittislinger Herren sich doch noch die Chance auf den Klassenerhalt geschaffen. Diese gilt es diesen Samstag um 17:15 Uhr beim Landkreisrivalen und direkten Konkurrenten Wertingen im letzten Spiel der Saison auch zu nutzen.
Die Ausgangslage könnte nicht spannender sein: die Gastgeber liegen mit 16 Punkten einen Zähler vor den Egautalern auf dem rettenden achten Platz, die Gäste müssen also doppelt punkten, um an den Zusamstädtern vorbeiziehen zu können. Das Hinspiel verloren die Dauman/Wengert – Schützlinge noch deutlich mit 22:36, aber wie jeder weiß, schreiben Derbys bekanntlich ihre eigenen Gesetze, weshalb eine Revanche durchaus im Bereich des Möglichen ist. Im Vergleich zum Hinspiel muss aber zwingend die Abschlussquote verbessert, sowie die nötige Aggressivität in der Abwehr gesteigert werden. Da die Wertinger den Gästen bestimmt auch keine Geschenke machen werden, erwartet die Zuschauer ein harter und bestimmt auch spannender Fight zwischen den Landkreisrivalen.
Zu hoffen bleibt noch, dass die zahlreichen Blessuren aus dem Spiel der Vorwoche bis Samstag wieder auskuriert sind und auch der langzeitverletzte Spielmacher Selzle wieder zur Mannschaft stoßen kann. Denn nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wie in der Vorwoche und den Fans im Rücken kann der drohende Abstieg doch noch abgewendet werden. (DH)

 

Spielberichte 22. März 2015


TSV Handballer siegen überraschend und erzwingen Abstiegsendspiel nächste Woche

Nur mit einem Heimsieg gegen den bereits feststehenden Aufsteiger Mering konnten die Wittislinger Männer die Restchance auf den Klassenerhalt wahren. Und nicht zum ersten Mal in dieser Saison klappte es für die Egautaler dann, wenn keiner damit rechnete: hauchdünn siegte man mit 25:24.
Der TSV begann unheimlich motiviert, leistete sich aber schon früh technische Fehler, versiebte die eine oder andere gute Chance und lag so schnell mit drei Toren zurück. Nach 10 Minuten fing sich die Abwehr und Torhüter „Joger“ Daumann legte einen Sahnetag mit zahlreichen Paraden hin, so dass man die Gäste nicht zu weit enteilen ließ. Da Mering in diesem nervösen Spiel auch wenig auf die Platte brachte, glich der TSVW in der 25. Minute erstmals wieder aus. Beim Unentschieden blieb es dann auch zur Halbzeit mit 12:12.
Auch nach dem Wechsel war es eine enge Kiste, Mering setzte sich wieder etwas ab. Doch angetrieben vom heute bärstarken Kreisläufer Andy Schreitt, der mit zehn Treffern glänzte, erkämpfte sich der Gastgeber erneut die Führung. Eine stabile Abwehr ermöglichte einige erfolgreiche Tempogegenstöße. Mering verursachte darüber hinaus zahlreiche Siebenmeter, die größtenteils verwandelt wurden vom TSVW. Als die Gäste auf ihre gefürchtete, offensive 3:2:1-Abwehr umstellten, wurde es in der hochdramatischen Schlussphase noch mal richtig eng: als der TSV in der 56.Minute nur noch mit zwei Toren vorne war, fühlte man sich schon an das unglücklich verlorene letzte Heimspiel gegen Friedberg IV erinnert. Doch dieses Mal hielten die Nerven der Wittislinger und man schaukelte das Spiel hauchdünn mit 25:24 nachhause.
Durch diesen unerwarteten Erfolg fahren die Egautaler nun mit breiter Brust zum Abstiegsendspiel am nächsten Samstagnachmittag nach Wertingen. Zwar hatte Wittislingen das Hinspiel deutlich verloren, aber nun werden die Karten neu gemischt: mit einem Sieg würde man mit den Gastgebern die Plätze tauschen und könnte dem Abstieg doch noch entrinnen. (MK)

Spielfilm: 2:5, 7:9, 12:12 (HZ); 17:15, 20:17, 25:24
TSVW: Daumann J., Huber D.(TW); Eiba M. (1), Jeratsch R. (1), Knecht J. (1), Kronenwett S. (4), Loibl D., Renzer S., Schreitt A. (10/5), Schuster M. (3), Thanel M. (3), Wenger P. (2), Wengert M.

Damen: Überzeugender Sieg zum Saisonabschluss!
Bei der letzten Partie der laufenden Spielzeit zeigten unsere Damen nochmals was in ihnen steckt. Die Wittislingerinnen sind die einzige Mannschaft, welche es geschafft hat gleich zweimal gegen den eventuellen Aufsteiger aus Leipheim zu punkten. Selbst der momentane Tabellenführer Günzburg verlor das erste Spiel gegen diesen Gegner. Letztendlich fiel das Endergebnis mit 24:23 zwar sehr knapp aus, doch ein genauerer Blick auf den Spielverlauf verrät, dass eigentlich durchgehend das Heimteam mit drei oder vier Toren die Nase vorne hatte. Bereits vor dem Anpfiff war klar, dass die Leipheimer ziemlich unter Druck standen. Bei ihnen ging es um die Entscheidung zwischen dem ersten oder dem zweiten Tabellenrang. Unsere Handballerinnen waren bereits sicher auf dem dritten Platz und konnten weder nach hinten noch nach vorne abgedrängt werden. Dementsprechend locker konnte dem Spitzenspiel auch entgegengesehen werden. Ein Blick auf die Anzahl an Spielerinnen verriet, dass auf beiden Seiten nur ein, beziehungsweise zwei Auswechslungsmöglichkeiten bestanden. Konditionell waren die Gastgeber vielleicht unterlegen, doch mit langen Angriffen und klugen Aktionen konnte einiges an Energie gespart werden. Langsam wurde auch den VfLerinnen klar, dass hier keinem Gegner der Sieg geschenkt wurde. Der Rückstand, welchem man hinterher laufen musste, machte die Situation natürlich auch nicht einfacher. Unsere Damen freuten sich über die sinkende Laune des Gegenübers, schließlich lautete die Zielsetzung: "es den Konkurrenten so schwer wie möglich machen!". Trotzdem war dieser Sieg bei Weitem nicht einfach zu holen. Probleme mit der gegnerischen Kreisspielerin und dem Rückraum der Kontrahenten machten der heimischen Abwehr schwer zu schaffen. Schließlich wurde von Trainerin Margit Natterer allerdings kurzerhand eine Spielerin zur "Aufpasserin" der Kreisläuferin erklärt, welche die klare Aufgabe hatte nur an dieser einen Spielerin zu kleben. Nach einigen Absprachen unter den Mitspielerinnen bekam man das Problem letztendlich sehr viel besser in den Griff. Des Weiteren hielt Torwärtin Verena Linder in der zweiten Halbzeit phänomenal, weshalb zumeist vier Tore Unterschied zwischen den beiden Parteien lagen. In den letzten Minuten wurde das Match leider noch etwas spannender, da Unsauberkeiten im Passspiel und dazukommendes Wurfpech den Leipheimerinnen nochmals eine kleine Aufholjagd ermöglichten. Schlussendlich behielten unsere Mädels allerdings die Nerven und reservierten sich so die letzten zwei Punkte dieser Saison für das Wittislinger Konto.
Wie bereits erwähnt ist der dritte Tabellenplatz das Endergebnis der "neuen" Wittislinger Mannschaft. Mit solch einem guten Resultat hätten zu Beginn der Saison aufgrund der völlig neuen Teamzusammensetzung sicherlich nicht viele gerechnet. Umso schöner, dass es offensichtlich doch geklappt hat! In diesem Sinne bedankt sich die Damenmannschaft herzlich für die Unterstützung des Publikums und des Vereins während der Saison! Es kann gerne in der folgenden so weiter gehen. (am)

Spielfilm: 4:2, 11:8, 15:13; 18:14, 20:17, 22:20, 24:23
TSV Damen: Hübner-Golnik, Linder; Exner, Menner (1), Baur (1), Huber (14/ 3 Siebenmeter), Natterer (4), Hörger, Seidl (1), Hirschbolz (3)