Spielberichte 17./18. Okt. 2014

Wittislingens Handballmänner gewinnen nach toller Aufholjagd in Königsbrunn

Im zweiten Auswärtsspiel traten Wittislingens Herren am Samstagabend beim Tabellenletzten BHC Königsbrunn an. Nach großen Schwierigkeiten in der ersten Hälfte siegten die Gäste mit einer Energieleistung im zweiten Durchgang doch noch verdient mit 26:28.
Auch dieses Mal gingen die Gäste in der Abwehr von Beginn an konzentriert zu Werke. Wie in den letzten Spielen auch, versiebte der TSVW jedoch im Angriff zahlreiche dicke Chancen, u.a. mehrere Siebenmeter und Tempogegenstösse. Dadurch wurde die sehr junge Truppe der Königsbrunner unnötig stark gemacht und aufgebaut. Mit fortgeschrittener Spielzeit wurde der Gästeauftritt immer lustloser, so dass es zu recht mit einem Viertore-Rückstand in die Halbzeit ging.
Mit seiner sehr lautstarken Pausenansprache muss Coach Werner Daumann wohl die richtigen Punkte angesprochen haben, denn die Egautaler kamen viel entschlossener aus der Kabine, hielten dagegen und holten Tor um Tor auf. In der aufgeheizten Stimmung verlor der Gastgeber bereits kurz nach dem Wechsel einen Spieler mit Rot. In der 42. Minute konnte Wittislingen dann wieder ausgleichen zum 20:20. Mit zwei Kreisläufern im Angriff und einer 5:1-Deckung in der Abwehr bekam man die Partie zusehends in den Griff und konnte sechs Treffer in Folge erzielen. Dann folgte nochmals eine Schwächeperiode der Gäste, so dass der BHC in der 51. Minute seinerseits wieder ausglich zum 23:23. In der zerfahrenen Schlussphase dezimierte sich Königsbrunn erneut selbst durch eine rote Karte gegen einen seiner Spieler und eine weitere, kuriose rote Plakette für den Zeitnehmer. Letztlich zeigte sich der TSV abgeklärter und gewann verdient nach einer starken Reaktion in Hälfte zwei mit 26:28.  (mk)

Spielfilm: 6:4, 10:7, 14:10 (HZ); 20:17, 22:23, 26:28
TSVW: Huber D., Schreitt J. (TW); Schreitt M (11), Knecht J. (1), Hillenbrand K., Gumpp P., Kronenwett S., Eiba M. (3), Loibl D., Thanel M. (4/1), Jeratsch R. (3/1), Schuster M. (4), Renzer B., Schreitt A. (2).

Damen spielen nur Remis

Enttäuschende Leistung der Wittislinger Damen. Mit Hängen und Würgen konnte in letzter Minute noch das Unentschieden gesichert werden. Doch fangen wir lieber von Vorne an! Unser Team startete mit guter Laune in die Partie, da man froh war, dass der Großteil der Verletzten wieder einigermaßen spielbereit war. Allerdings wurde diese Stimmung schnell vom Gegner aus Haunstetten zunichte gemacht. Ein ums andere Mal konnten die Rückraumspielerinnen der Gäste dankend durch die Bordlücken in der TSV Abwehr spazieren, da dort die Aufteilung von Kreis und Rückraumspielern einfach nicht gelingen wollte. Im Angriff konnte man zwar einige Akzente setzen, doch diese reichten nicht aus um sich zum Ende der ersten Halbzeit die Führung zu erobern. Ziemlich desillusioniert und ratlos saßen unsere Mädchen während der Pause in der Kabine und versuchten sich durch neue Anweisungen und gegenseitiges Anfeuern erneut zu motivieren. Zu Anfang der zweiten Spielhälfte zeigte sich, dass dies scheinbar erfolgreich war, denn die Differenz von drei Toren wurde sogleich überbrückt. Gerade als unsere Wittislingerinnen augenscheinlich richtig in Schwung gekommen waren, zog der gegnerische Trainer allerdings die Notbremse und setzte seine Time-out Karte ein. Leider ging sein Plan auf, denn das Spiel wurde von einer Sekunde zu einer wahrlich vogelwilden Balljagd. Im Prinzip spielte sich das gesamte Geschehen für gefühlte Stunden fast ausschließlich auf Hohe der Mittellinie ab. Ständig verlor ein Team den Ball, stürmte Richtung gegnerisches Tor und ließ sich das Spielgerät wieder abnehmen.Chance um Chance wurde vergeben, sodass das Publikum aus dem Aufschreien gar nicht mehr hinaus kam. Das Ende vom Lied war allerdings die erneute Führung der Gäste. Allerdings gab sich die Heimmannschaft nie auf und erkämpfte sich zum Schluss wenigstens noch einen Punkt für die Tabelle. Rückblickend muss man sich nun fragen, woran diese wirklich teilweise meilenweit unter dem eigentlichen Niveau befindliche Leistung gelegen haben kann. Zum Einen könnte eine mögliche Erklärung im Trainingsausfall der fußkranken Fraktion gefunden werden, was wiederum die wackelige Abwehr rechtfertigen würde. Des Weiteren kennt sicherlich ein Jeder die Unsicherheit, welche man nach einer Verletzung noch längere Zeit mit sich herumträgt. Somit wurde vielleicht der Entscheidende Ausfallschritt zur Seite, oder das impulsive Antreten letztendlich von einem kleinen "Nein, tu's nicht, könnte weh tun..." - Gedanken verhindert, weshalb die letzte Instanz des Öfteren gefehlt hat. Des Weiteren sollten noch die reichlichen Siebenmeterpfiffe des Schiedsrichters für die Gäste erwähnt werden, welche nicht immer wirklich nachzuvollziehen waren. Trotzalledem sollte man sich natürlich zu allererst an die eigene Nase fassen und sich, in Hinblick auf die nächste Partie gegen Bäumenheim am kommenden Samstag, auf die Verbesserung der offengelegten Problemstellen konzentrieren.  (am)

Spielfilm: 2:1, 7:9, 9:12; 12:12, 14:15, 16:18, 18:18
TSV Damen:Hübner-Golnik, Linder; Menner, Grguri (1), Baur (2), Huber (11/2 Siebenmeter), Dürk, Baumgärtner, Hörger (1), Seidl (3), Lovrekovic